Funktionstherapie

Funktion ist alles, aber ohne Funktion ist alles nichts

Die ‚Funktion‘ sollte im Zentrum einer jeder professionellen und umfassenden zahnärztlichen Therapie stehen. 

In der Zahnmedizin beschreibt ‚Funktion‘ das physiologische Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und der Zahnoberflächen. Diese drei Komponenten bilden ein fein aufeinander abgestimmtes System und müssen in definierten Beziehungen zueinanderstehen.

Gibt es Hinweise auf eine Fehlfunktion, ist eine fundierte Untersuchung des gesamte Kauorgans in Form einer Funktionsanalyse erforderlich.

Eine Störung dieses empfindlichen Systems wird als Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion bezeichnet (kurz: CMD).

Leider wird diese Dysfunktion häufig gar nicht oder erst spät diagnostiziert, z.B. weil die anfänglich milden Symptome häufig nicht adäquat beurteilt werden.  

Mögliche Symptome können sein

  • Kopf- und / oder Kieferschmerzen (vor allem morgens)
  • Nackenschmerzen / Verspannungen
  • Migräneattacken
  • Tinnitus
  • Schmerzen und/oder Knackgeräusche beim Kauen
  • „Ohrenschmerzen“ (in die Ohren ausstrahlende Schmerzen, die aufgrund der anatomischen Beziehungen zunächst als Ohrenentzündung fehlgedeutet werden können)
  • „Falscher Biss“ (Der Patient hat das Gefühl, die Kiefer würden nicht mehr richtig aufeinanderpassen)

Die häufigste Ursache für solche Beschwerden sind vor allem unbewusstes nächtliches Knirschen und Pressen. Aber auch eine traumatische Einwirkung auf das Kiefergelenk, eine zu hohe Zahnfüllung oder nicht ganz optimal angepasster Zahnersatz können dieses System aus dem Gleichgewicht bringen.

Die Überbelastung führt zu einem Substanzverlust der Zähne und Zahnhälse. Die Zähne erscheinen abgeschliffen, kürzer, bekommen Risse und Sprünge und konvexe (keilförmige) Defekte an den Zahnhälsen.

Das Kiefergelenk leidet durch die chronische Überbeanspruchung und Fehlbelastung zusammengefasst zu einem deutlich beschleunigten Gelenkverschleiß mit Schäden an Knorpel und Knochen. (Arthritis / Arthrose des Kiefergelenks)

Die Fehlbelastung der Kaumuskulatur mündet in Verhärtungen und Verkürzungen der Muskelfasern. Dies wird häufig als sehr schmerzhaft empfunden. (Myogelosen)

Wir untersuchen Sie gerne!

Für die CMD-Behandlung können wir mit modernsten Methoden die genaue Position ihrer Kiefergelenke bestimmen und Ihren Biss wieder korrekt einstellen.

Der ‚richtige Biss‘ oder besser: Ihre Okklusion bezeichnet dabei die Position, in der Ober- und Unterkiefer zusammentreffen sollten, wenn Sie zubeißen.

Bei gesunden Patienten gibt es dafür genau eine richtige Position, die sich für den Patienten gut anfühlt und spontan immer eingefunden werden kann.

CMD-Patienten können diese korrekte Okklusionsposition häufig nicht finden.

Dieses fehlerhafte Zusammenbeißen führt mit der Zeit zu oben genannten Beschwerden.

Für die Korrektur der Okklusion und zur Linderung der Symptome ist der unterstützende Einsatz einer ‚Knirschschiene‘ meist sinnvoll. Diese wird nur nachts getragen und lindert in der Regel schon nach kurzer Zeit für den Patienten deutlich spürbar die Symptome.

Unsere Knirschschienen halten mehrere Jahre.

Wir unterstützen Sie gerne mit unser professionellen Mundhygiene. Bringen Sie Ihre Schiene einfach beim nächsten Termin mit – wir reinigen diese gerne für Sie!

Je nach Ausprägung und Ursache kommen weitere Behandlungsoptionen in Frage. In der akuten Schmerzphase kann beispielsweise die zusätzliche gezielte Injektion von Botulinum in die Kaumuskulatur unterstützend hilfreich sein.  Dieses sorgt innerhalb weniger Tage für eine Muskelentspannung und mildert das nächtliche Zähneknirschen.

Wir beraten Sie gerne!

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